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High School Aufenthalt von Luca in Otaki, Neuseeland

Meine Reise nach Neuseeland startete im Januar 2017 und obwohl ich schon ein Jahr vorher wusste, dass ich definitiv diesen riesigen Schritt mit dem Halbjahr im Ausland gehen würde, war es schon ziemlich merkwürdig, nun wirklich in diesem Flieger Richtung Neuseeland zu sitzen. Während des Fluges schlief ich nur drei Stunden, was aber eigentlich gut war, um hinterher den Jetlag zu überwinden.

Nach dem ewig langen Flug wurde ich mit einer anderen deutschen Schülerin bei einer bereits sehr erfahrenen Gastmutter in Wellington untergebracht, wo ich in der nächsten Woche einen Vorbereitungskurs besuchen sollte. Diese Woche zusammen mit den anderen deutschen Gastschülern war super für mich, um erst mal in Neuseeland anzukommen, all meine Gefühle und Gedanken mit ihnen auszutauschen und ein bisschen auf das neuseeländische Temperament und die Kultur vorbereitet zu werden.

Nach dieser Woche lernte ich denn endlich meine Gastfamilie kennen, die mich in Wellington abholte und mit mir in das etwa eine Stunde entfernte Otaki fuhr. Ich muss sagen, dass meine Gastfamilie für mich wirklich ein Sechser im Lotto war. Ich fühlte mich bereits nach wenigen Tagen sehr wohl.

Meine High School in Neuseeland

Da ich kurz vor Ende der langen Ferien ankam, dauerte es nicht lange, bis die Schule losging und in den ersten Tagen war alles sehr aufregend. Mir und den anderen neuen Internationals wurde erst mal alles gezeigt. Wir kauften unsere Uniformen und wählten unsere Schulfächer. Insgesamt gab es etwa 25 internationale Schüler, darunter 10 Deutsche. Die Schulfächer waren ziemlich cool und ich hätte am liebsten alles ausprobiert, musste mich aber auf sechs beschränken. Letztendlich entschied ich mich für Mathe, Englisch, Musik, Kunst, Outdoor Education und Home Economics.

Okay, kommen wir zu dem Thema, wovor ich mit am meisten Angst gehabt hatte: Anschluss finden. Ich hatte es mir immer sehr schwierig vorgestellt, gerade weil ich eine eher schüchterne Person bin. Aber die Kiwis waren sehr an einem interessiert und kamen auf mich zu. Natürlich ist es schwierig Freunde zu finden, wenn man immer nur Zeit mit den anderen Internationals oder im International Room verbringt, weshalb ich meine Pausen mit den Kiwis aus meinem Unterricht verbrachte und echt schneller als erwartet sehr gute Freunde fand. Das soll sich natürlich jetzt nicht so anhören, als dass man Abstand zu den anderen internationalen Schülern halten sollte. Es ist nur so, dass es sehr gut ist, wenn man sich von Anfang an mit allen auf Englisch unterhält.

So vergingen die ersten Wochen echt schnell, da alles so aufregend und neu war und obwohl ich mich eigentlich sehr wohl fühlte, hatte ich anfangs doch Heimweh. Ich weiß, das sagt jeder. Aber es hilft wirklich am besten, vor die Tür zu gehen, etwas zu unternehmen und seine ganzen Gefühle mit Freunden oder der Gastfamilie zu teilen.

Delfine, Klettern, Herr der Ringe und Trampen

Meine Gastfamilie machte echt wahnsinnig viele tolle Sachen mit mir. So gingen wir zum Beispiel einmal Fischen und sahen hunderte von Delfinen, die mit unserem Boot schwammen. Während der ersten Hälfte meines Aufenthaltes sprach mich meine Gastmutter für eine Woche von der Schule frei, um mit mir und meiner Gastschwester trampen zu gehen, was eine unfassbare Erfahrung für mich war.

Auch von der Schule aus unternahmen wir einiges wie beispielsweise die Nachmittagsausflüge fürs Kayaken mit Outdoor Education. Im zweiten Term stand dann ein längerer Fünf-Tages-Trip zum Rockclimben in Central North Island an. Das war nochmal eine tolle Chance, neue Freunde zu finden. Und für mich, die das Klettern über alles liebt, der perfekte Trip. Nachdem wir tagsüber entweder klettern oder wandern waren, saß man abends zusammen, aß gemeinsam und spielte Karten.

Das zweite Term ging gefühlt viel schneller vorbei, weil für mich praktisch jedes Wochenende verplant war. An einem verlängerten Wochenende machte ich mit meiner Gastfamilie Urlaub in Rotorua und mit Freunden planten wir einen Trip zum Filmset vom Herr der Ringe. Darüber hinaus verbrachte man mittlerweile viel mehr Zeit mit seinen Freunden. Somit konnte ich gar nicht glauben, als ich schon wieder im Flieger zurück nach Deutschland saß.

Jetzt, wenn ich mir all meine Fotos anschaue (was wirklich verdammt viele sind) und merke wie ich mich verändert habe, kann ich sagen, dass es definitiv eine der besten Erfahrungen meines Lebens war und ich es jederzeit wieder tun würde.

 

Vielen lieben Dank an Luka für die Einsendung sämtlicher Bilder, Texte und Erfahrungen zu ihrem Auslandshalbjahr in Neuseeland.

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