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Neuseeland – Die 6 schönsten Monate meines Lebens!

Als ich mich für ein Auslandjahr beworben habe, war mir klar, dass ich nicht nach England oder Irland gehen würde. Ich wollte etwas von der Welt sehen und ganz andere Kulturen kennenlernen. Also entschied ich mich ans „andere Ende der Welt“ zu gehen.

Ich habe mich sehr früh für das Auslandsjahr beworben und konnte es kaum abwarten endlich los zu fliegen. Am 14.07.2016 war es dann endlich soweit. Nach einem ewig langen Flug über Singapur und Auckland kamen wir endlich in der Hauptstadt Wellington auf der Nordinsel an. An einem Vorbereitungs-Wochenende, welches wir knapp 3 Monate vor Abreise hatten, haben wir schon Freundschaften geschlossen und man war nicht ganz auf sich alleine gestellt. Nun hatten wir eine Vorbereitungswoche und durften diese schon in einer Gastfamilie verbringen. Man war total aufgeregt und zugleich erschöpft von dem Monster-Flug.

Als wir dann endlich unsere nette Gastfamilie zugewiesen bekommen haben, waren wir erst einmal geschockt. Natürlich wird man am Anfang darauf vorbereitet, dass alles anders sein wird. Aber trotzdem hatte man doch die Hoffnung, dass es ein bisschen wie Zuhause ist. Vormittags hatten wir dann mit den anderen Teilnehmern Unterricht und am Nachmittag haben wir Aktivitäten wie Paintball oder Sightseeing gemacht.

Nach diesen 7 Tagen ging es dann endlich nach Nelson auf die Südinsel. Nach einer Notlandung in Blenheim mussten wir nun selber nach Nelson kommen. Das war eine ganz schöne Aufregung. Als wir dann mit Mini-Bussen den Flughafen in Nelson erreicht hatten, wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien aufgenommen. Ich war in einer Gastfamilie mit 3 Kindern und wohnte ganz oben auf einem Berg mit einer tollen Aussicht.

Dieses Haus war total anders, als das in Wellington. Es war geheizt, groß, freundlich eingerichtet und sauber. Ich hatte es sehr gut dort. Mein Gastvater Josh hat mir gleich versucht Rugby zu erklären und zu meinem Erstaunen habe ich es gleich verstanden.

Nach dem Wochenende ging es dann in die Schule und wow, es ist so verdammt anders als in Deutschland. Mit rund 1700 Schülern und 100 Austauschschülern aus aller Welt ist Nayland wirklich übersichtlich. Bis Year 10 muss man am Nayland College Schuluniform tragen, welche wirklich nicht schlimm aussieht, aber trotzdem war ich froh dass ich keine tragen musste, da ich in Year 11 war. Natürlich hätte ich mir so das lange Überlegen am Kleiderschrank gespart, denn es gibt eine Kleiderreglung. Abgesehen von den Fächern wie zum Beispiel Outdoor-Education, Hospitality (Kochen) oder Photography gibt es in Neuseeland auch die Form-Class. Das ist dann sozusagen deine Hauptklasse, denn sonst wechselst du für jedes Fach das Klassenzimmer.

Mein absolutes Lieblingsfach war Outdoor-Education. Am Ende jedes Terms durfte man an einem 3-Tage-Trip mitfahren und die Nationalparks erkunden. Man hat dabei gezeltet, in kleinen Hütten oder unter freiem Himmel geschlafen. Diese waren echte Highlights meines Aufenthaltes.

Nelson ist ein wunderschöner Ort mit ca. 55.000 Einwohnern und meistens immer sonnig. Nicht um sonst wird Nelson auch als sonnigste Stadt Neuseelands beschrieben. Bei gutem Wetter verbringt man die meiste Zeit am fabelhaften Tahunanui-Strand oder trifft sich mit Freunden in einem der Parks.

In den Ferien kann man natürlich Zeit mit seinen Freunden verbringen, aber auch an tollen Erkundungsreisen durchs ganze Land teilnehmen. Selbstverständlich kostet das extra aber es lohnt ich auf jeden Fall!!! Ich habe noch nie etwas Schöneres als dieses Land gesehen. Außer unglaublichen Aussichten und Erinnerungen kann man tolle Leute kennenlernen. Ich kann auf jeden Fall allen empfehlen so eine Tour mit Flying-Kiwi zu machen, denn dort erlebt man den richtigen Neuseeland „Spirit“. Man zeltet, kocht sich sein Essen in Gruppen und verbringt die Abende am Lagerfeuer.

Dadurch, dass man mit vielen Austauschschülern auf einer Schule ist, ist es am Anfang schwer Kiwi-Freunde zu finden. Aber nur keine Sorge: Man muss einfach höflich auf sie zugehen und sie ansprechen. So findet man auch schnell viele Freunde und der Abschied fällt noch schwerer. Ich hatte meine Familie, Kiwi-Freunde und andere Austauschschüler so sehr ins Herz geschlossen und wollte überhaupt nicht gehen, denn dort habe ich Freunde fürs Leben gefunden.

Ich würde auf jeden Fall immer wieder dieses Abenteuer beginnen und bereue keine einzige Entscheidung, die ich dort getroffen habe.

 

Vielen lieben Dank an Lea für die Einsendung der Bilder, Texte und Erfahrungen zu ihrem High-School-Aufenthalt in Neuseeland. Wenn auch du mit uns unterwegs warst und spannende Geschichten zu erzählen hast, dann melde dich doch gerne bei uns: info@team-sprachreisen.de